Emulgator

GLYCERYL OLEATE
Nichtionisches Glycerid-Emulgator

GLYCERYL OLEATE ist Wird durch Veresterung von Glycerin mit Ölsäure (Oleinsäure) hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.

CAS: 25496-72-4  |  Auch bekannt als: Glycerol Monooleate, GMO, Monoolein, E471 (Lebensmittel), Glycerin Oleate, 1-Oleoyl-rac-glycerol
Stoffklasse Nichtionisches Glycerid-Emulgator
INCI-Name GLYCERYL OLEATE
CAS-Nummer 25496-72-4
Komedogenitaet Grad 2 (niedrig bis mittel)

Was ist GLYCERYL OLEATE?

Glyceryl Oleate ist ein nichtionischer Emulgator, der durch Veresterung von Glycerin mit Ölsäure (einer einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäure) entsteht. Anders als klassische Emulgatoren, die nur Öl und Wasser verbinden, besitzt Glyceryl Oleate zusätzliche hautpflegende Eigenschaften: Es bildet biomimetische Lipidstrukturen, die dem natürlichen Aufbau der Hautbarriere ähneln und diese aktiv stärken. In der modernen Dermatokosmetik wird es daher nicht nur als Formulierungshilfsstoff, sondern als funktionaler Wirkstoff eingesetzt – besonders in Produkten für empfindliche, trockene oder barrieregestörte Haut. Die Kombination aus milder Emulgierwirkung und Rückfettung macht es zu einem unverzichtbaren Bestandteil hochwertiger Hautpflege.

Wusstest du? Glyceryl Oleate wird in der Lebensmittelindustrie als E471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) eingesetzt – dieselbe Substanz, die deine Haut pflegt, verhindert auch, dass sich Öl und Wasser in Mayonnaise trennen.

Woher kommt GLYCERYL OLEATE?

Wird durch Veresterung von Glycerin mit Ölsäure (Oleinsäure) hergestellt. Die Ölsäure stammt meist aus pflanzlichen Ölen wie Olivenöl oder Rapsöl, das Glycerin ist ein Nebenprodukt der Biodiesel- oder Seifenherstellung. Der Prozess erzeugt ein Gemisch aus Mono- und Diglyceriden. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.

Wie wirkt GLYCERYL OLEATE auf zellulaerer Ebene?

Glyceryl Oleate ist ein nichtionischer O/W-Emulgator (Öl-in-Wasser), der sich mit seinem lipophilen Ölsäure-Rest in die Ölphase einlagert, während die hydrophilen Glycerin-Gruppen zur Wasserphase orientiert sind. Diese amphiphile Struktur stabilisiert Emulsionen und bildet gleichzeitig einen lamellaren Film auf der Haut, der dem natürlichen Aufbau der Hautbarriere ähnelt. Zusätzlich fungiert es als Rückfetter, der den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) reduziert, ohne einen okklusiven Film zu hinterlassen.

So wirkt GLYCERYL OLEATE auf deine Haut

Barrierereparatur

Glyceryl Oleate bildet lamellar strukturierte Lipidschichten, die den natürlichen Aufbau der Stratum-corneum-Lipide imitieren. Diese biomimetische Struktur integriert sich in die Hautbarriere und verbessert deren Kohäsion. Klinische Studien zeigen eine signifikante Reduktion des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL) bereits nach 2 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Emulgator mit Pflegewirkung

Im Gegensatz zu klassischen Emulgatoren, die nur stabilisieren, besitzt Glyceryl Oleate zusätzliche hautpflegende Eigenschaften. Die Mono- und Diglyceride wirken als Rückfetter und hinterlassen nach dem Waschen einen schützenden Film, der die Haut vor dem Austrocknen bewahrt. Dies macht es ideal für milde Reinigungsprodukte.

Hautberuhigung

Nichtionische Emulgatoren wie Glyceryl Oleate haben ein sehr niedriges Irritationspotenzial und können entzündliche Reaktionen durch aggressive Tenside abmildern. In Kombination mit anderen milden Co-Emulgatoren entstehen besonders hautschonende Formulierungen, die selbst von Neurodermitis-Patienten gut vertragen werden.

Verbesserung der Wirkstoffpenetration

Die lamellaren Strukturen von Glyceryl Oleate erleichtern den Transport hydrophiler und lipophiler Wirkstoffe durch die oberen Hautschichten. Studien zeigen, dass in Emulsionen mit Glycerid-Emulgatoren formulierte Aktivstoffe wie Vitamin C oder Hyaluronsäure eine um bis zu 30% verbesserte Bioverfügbarkeit aufweisen.

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: 1-5% in Emulsionen, 0.5-2% als Rückfetter in Reinigungsprodukten
EU-Regulierung: Keine spezifische Einschränkung gemäß EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009

Fuer wen ist GLYCERYL OLEATE geeignet?

Trockene Haut

Stärkt die Lipidbarriere durch hautverwandte Strukturen und reduziert den Feuchtigkeitsverlust ohne schweren Film.

Empfindliche Haut

Nichtionische Emulgatoren sind besonders hautschonend, da sie die Hautbarriere weniger irritieren als anionische Tenside.

Reife Haut

Unterstützt die Regeneration der alternden Hautbarriere durch biomimetische Lipidstrukturen.

Neurodermitis-Haut

Milde Emulgatoren mit rückfettender Wirkung eignen sich besonders für barrieregestörte Haut bei atopischer Dermatitis.

GLYCERYL OLEATE in deiner Routine

In Reinigungsprodukten

Produkte mit Glyceryl Oleate (z.B. Reinigungsmilch, Waschgel) sanft aufschäumen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Der Rückfetter hinterlässt einen schützenden Film, der die Haut nicht austrocknet.

In Tagescremes

Morgens nach der Reinigung auf Gesicht und Hals auftragen. Die biomimetische Emulsion zieht schnell ein und hinterlässt ein seidiges, nicht fettendes Hautgefühl.

In Körperlotionen

Nach dem Duschen auf noch leicht feuchter Haut verteilen. Glyceryl Oleate verbessert die Spreitfähigkeit der Emulsion und beschleunigt das Einziehen.

Bei Barrieregestörter Haut

2x täglich großzügig auf betroffene Stellen auftragen. Die barrierereparierenden Eigenschaften entfalten sich bei kontinuierlicher Anwendung über mindestens 4 Wochen.

Lagerung: Relativ stabil, aber die ungesättigte Ölsäure-Komponente ist oxidationsanfällig. Formulierungen sollten Antioxidantien (z.B. Tocopherol, BHT) enthalten und vor Licht und Wärme geschützt gelagert werden. Optimal: kühl, dunkel, luftdicht verschlossen. Haltbarkeit in gut konservierten Formulierungen: 24-36 Monate.

RAU Cosmetics Produkte mit GLYCERYL OLEATE

Haeufige Fragen zu GLYCERYL OLEATE

Ist Glyceryl Oleate vegan und nachhaltig?

Glyceryl Oleate wird heute fast ausschließlich aus pflanzlichen Quellen hergestellt. Die Ölsäure stammt meist aus Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl, das Glycerin ist ein Nebenprodukt der Biodieselproduktion. Historisch wurde auch tierisches Fett verwendet (Talg), moderne Kosmetik setzt jedoch auf pflanzliche Rohstoffe. Die Herstellung ist ressourceneffizient, da beide Ausgangsstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. industriellen Nebenprodukten stammen.

Warum ist Glyceryl Oleate hautverträglicher als andere Emulgatoren?

Nichtionische Emulgatoren wie Glyceryl Oleate tragen keine elektrische Ladung und interagieren daher weniger aggressiv mit den negativ geladenen Proteinen der Hautbarriere. Anionische Tenside (z.B. Sodium Lauryl Sulfate) können Hautproteine denaturieren und die Barriere schädigen. Glyceryl Oleate hingegen integriert sich in die Lipidschichten und verstärkt sogar deren Struktur. Dermatologische Tests zeigen, dass es selbst bei empfindlicher Haut nur sehr selten zu Irritationen führt.

Kann Glyceryl Oleate Akne oder verstopfte Poren verursachen?

Mit einem Komedogenitätsgrad von 2 gilt Glyceryl Oleate als moderat porenverträglich. Ob es zu Unreinheiten führt, hängt stark von der individuellen Hautbeschaffenheit und der Gesamtformulierung ab. Bei sehr fettiger, zu Akne neigender Haut sollten leichtere Emulgatoren wie Lecithin bevorzugt werden. Für normale bis trockene Haut ist das Risiko minimal, zumal moderne Formulierungen oft mehrere Emulgatoren kombinieren, um die Komedogenität zu senken.

Wie unterscheidet sich Glyceryl Oleate von Glyceryl Stearate?

Beide sind Glycerid-Emulgatoren, unterscheiden sich aber in der Fettsäure: Glyceryl Oleate enthält Ölsäure (ungesättigt, C18:1), Glyceryl Stearate enthält Stearinsäure (gesättigt, C18:0). Ölsäure ist flüssiger und zieht schneller ein, weshalb Glyceryl Oleate leichtere, spreitfähigere Texturen erzeugt. Glyceryl Stearate bildet festere, reichhaltigere Cremes. In der Hautpflege wird Glyceryl Oleate daher bevorzugt für leichte Emulsionen und Seren verwendet, während Stearate in Nachtcremes dominieren.

Gibt es Studien zur Wirkung auf die Hautbarriere?

Ja, mehrere Studien belegen die barrierereparierenden Eigenschaften. Eine Untersuchung mit atopischen Hautmodellen zeigte, dass Emulsionen mit Glyceryl Oleate den TEWL (transepidermalen Wasserverlust) um bis zu 40% reduzierten. Elektronenmikroskopische Aufnahmen demonstrierten die Bildung lamellar geordneter Lipidschichten im Stratum corneum. Besonders interessant: Die Wirkung hielt auch 12 Stunden nach der Anwendung noch an, was auf eine nachhaltige Integration in die Hautbarriere hindeutet.

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