Olivenoel
Pflanzliches Öl (Kaltpressung oder Raffination)
Olivenoel ist Wird aus dem Fruchtfleisch reifer Oliven durch mechanische Pressung gewonnen. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.
Was ist Olivenoel?
Olivenöl (Olea Europaea Fruit Oil) ist eines der ältesten dokumentierten Schönheitsmittel der Menschheit – bereits Kleopatra soll ihre legendäre Haut damit gepflegt haben. Das aus dem Fruchtfleisch reifer Oliven gewonnene Öl enthält bis zu 83% Ölsäure (Omega-9), die strukturell den hauteigenen Lipiden ähnelt und somit besonders gut aufgenommen wird. Neben der rückfettenden Wirkung punktet natives Olivenöl Extra mit einem beeindruckenden Cocktail aus Polyphenolen (Hydroxytyrosol, Oleuropein, Oleocanthal) und Vitamin E, die als potente Antioxidantien die Haut vor freien Radikalen schützen. Das enthaltene Squalen – ein Lipid, das natürlicherweise in der menschlichen Haut vorkommt – macht Olivenöl zu einem biomimetischen Pflegestoff mit hoher Affinität zur Hautbarriere.
Woher kommt Olivenoel?
Wird aus dem Fruchtfleisch reifer Oliven durch mechanische Pressung gewonnen. Natives Olivenöl Extra wird durch erste Kaltpressung bei unter 27°C ohne chemische Behandlung hergestellt und bewahrt so die wertvollen Polyphenole und Vitamine. Seit über 6000 Jahren in der mediterranen Hautpflege verwendet. Der botanische Name lautet Olea europaea (Familie: Oleaceae (Ölbaumgewächse)). Verwendet wird: Fruchtfleisch der Olive. Hauptherkunftsregionen: Mittelmeerraum (Griechenland, Italien, Spanien, Türkei), Nordafrika. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.
Wie wirkt Olivenoel auf zellulaerer Ebene?
Die hohe Konzentration an Ölsäure (Omega-9) macht das Öl besonders hautaffin, da sie der natürlichen Fettsäurezusammensetzung der Hautlipide ähnelt. Squalen (bis zu 0.7%) unterstützt die Barrierefunktion und wirkt als natürlicher Feuchtigkeitsbinder. Die enthaltenen Polyphenole (Hydroxytyrosol, Oleuropein) fangen freie Radikale ab und hemmen die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen, die für den Abbau von Kollagen verantwortlich sind. Vitamin E (Alpha-Tocopherol) schützt die Zellmembranen vor oxidativem Stress.
So wirkt Olivenoel auf deine Haut
Tiefenwirksame Pflege
Durch die hohe Affinität zur hauteigenen Lipidstruktur dringt Olivenöl in die oberen Schichten der Epidermis ein und lagert sich zwischen die Hornzellen. Die Ölsäure verbessert die Durchlässigkeit der Hautbarriere für andere Wirkstoffe und erhöht gleichzeitig den transepidermalen Wasserverlust-Widerstand (TEWL). Das enthaltene Squalen füllt die interzellulären Lipidlamellen auf.
Antioxidativer Zellschutz
Die Polyphenole Hydroxytyrosol und Oleuropein neutralisieren freie Radikale mit einer nachgewiesenen antioxidativen Kapazität von bis zu 400 µmol Trolox-Äquivalent pro 100g. Diese sekundären Pflanzenstoffe hemmen zudem die Lipidperoxidation in den Zellmembranen. Vitamin E (etwa 150-200 mg/kg in nativem Öl) schützt zusätzlich die mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation.
Kollagen-Erhaltung
Studien zeigen, dass Olivenöl-Polyphenole die Aktivität von Matrix-Metalloproteinasen (MMP-1 und MMP-9) um bis zu 40% reduzieren können. Diese Enzyme bauen Kollagen und Elastin ab. Gleichzeitig stimuliert Ölsäure die Fibroblastenaktivität und fördert die Synthese neuer Kollagenfasern. Der Effekt ist nach 8-12 Wochen regelmäßiger Anwendung messbar.
Entzündungshemmende Wirkung
Oleocanthal, ein Phenol-Derivat in nativem Olivenöl, hemmt die Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2) ähnlich wie Ibuprofen. Dies reduziert die Produktion entzündungsfördernder Prostaglandine. Bei topischer Anwendung kann dies Rötungen und Irritationen mildern, besonders bei empfindlicher oder zu Rosacea neigender Haut.
Wundheilungsförderung
Olivenöl beschleunigt die Epithelisierung durch Förderung der Keratinozyten-Migration. Die enthaltene Linolsäure ist essenziell für die Ceramid-Synthese, die wiederum die Barrierefunktion regeneriert. In klinischen Studien zeigte sich bei Anwendung auf oberflächlichen Wunden eine um 20-30% schnellere Heilung im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen.
Fettsaeureprofil von Olivenoel
Dosierung & Regulierung
Fuer wen ist Olivenoel geeignet?
Die emollienten Eigenschaften und der hohe Ölsäure-Anteil glätten raue Hautstellen und stellen den Lipidfilm wieder her.
Polyphenole und Vitamin E schützen vor oxidativem Stress und unterstützen die Kollagensynthese durch Hemmung abbauender Enzyme.
Die hautähnliche Fettsäurezusammensetzung minimiert Irritationspotenzial, während Squalen die Barriere stabilisiert.
Unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Hautlipide ohne die Poren zu verstopfen (bei moderater Dosierung).
Olivenoel in deiner Routine
Reinigung (Double Cleansing)
Als erste Reinigungsstufe 2-3 ml pures Olivenöl auf trockene Haut auftragen, Make-up und Sonnenschutz durch kreisende Bewegungen lösen, dann mit warmem Wasser emulgieren und mit mildem Reiniger nacharbeiten.
Serum-Booster
1-2 Tropfen in dein Serum mischen, um die Penetration wasserlöslicher Wirkstoffe zu verbessern. Die Ölsäure fungiert als natürlicher Penetrationsverstärker für Vitamin C, Niacinamid oder Hyaluronsäure.
Gesichtspflege
3-5 Tropfen nach dem Serum auf noch leicht feuchte Haut auftragen (Okklusionseffekt). Bei fettiger oder Mischhaut nur punktuell auf trockene Stellen wie Wangen oder unter den Augen verwenden.
Körperpflege
Direkt nach dem Duschen auf noch feuchte Haut auftragen (5-10 ml für den ganzen Körper). Das Wasser wird durch das Öl in der Haut eingeschlossen, was die Hydratation um bis zu 60% steigern kann.
RAU Cosmetics Produkte mit Olivenoel
Haeufige Fragen zu Olivenoel
Warum ist natives Olivenöl Extra besser für die Haut als raffiniertes?
Natives Olivenöl Extra (EVOO) wird durch erste Kaltpressung bei unter 27°C gewonnen und enthält 300-500 mg/kg Polyphenole, während raffiniertes Öl durch Hitze und chemische Behandlung nur noch 50-100 mg/kg aufweist. Die Polyphenole sind für die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich. EVOO enthält zudem bis zu 200 mg/kg Vitamin E, raffiniertes Öl oft unter 50 mg/kg. Für kosmetische Zwecke ist jedoch auch raffiniertes Öl geeignet, da es stabiler und geruchsärmer ist.
Kann Olivenöl bei öliger oder zu Akne neigender Haut verwendet werden?
Mit Vorsicht ja, aber nicht im gesamten Gesicht. Olivenöl hat einen komedogenen Grad von 2 (auf einer Skala von 0-5), was bedeutet, dass es bei zu großzügiger Anwendung Poren verstopfen kann. Die enthaltene Linolsäure (3.5-21%) kann jedoch bei Akne-Haut hilfreich sein, da Akne-Patienten oft einen Linolsäure-Mangel in ihren Hautlipiden aufweisen. Empfehlung: Nur punktuell auf trockene Stellen anwenden oder mit nicht-komedogenen Ölen wie Jojobaöl (Grad 0-1) mischen.
Welche Qualitätsunterschiede gibt es bei Olivenöl für die Hautpflege?
Die Qualität wird durch Säuregehalt, Peroxidzahl und Polyphenol-Gehalt bestimmt. Natives Olivenöl Extra hat maximal 0.8% freie Fettsäuren und eine Peroxidzahl unter 20 mEq/kg (je niedriger, desto frischer). Kosmetisches Olivenöl kann auch raffiniert sein, was es stabiler und geruchsneutral macht, aber Wirkstoffe reduziert. Bio-Qualität garantiert Pestizidrückstände unter 0.01 mg/kg. Kaltgepresste Öle aus der ersten Ernte (Frühernteöl) enthalten bis zu 800 mg/kg Polyphenole – doppelt so viel wie Standard-EVOO.
Wie lange ist Olivenöl in der Hautpflege haltbar?
Natives Olivenöl oxidiert durch seinen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure) relativ schnell. Ungeöffnet und dunkel gelagert bei 12-18°C hält es 12-18 Monate. Nach Anbruch sollte es innerhalb von 3-6 Monaten aufgebraucht werden. Anzeichen für Oxidation: ranziger Geruch (nach Wachs oder Kreide), bitterer Geschmack, Farbveränderung zu gelb-braun. Oxidiertes Öl kann Hautirritationen auslösen. Tipp: Vitamin E (0.1-0.5%) als natürliches Antioxidans zugeben.
Kann man mit Olivenöl die Hautbarriere reparieren oder wird sie dadurch geschädigt?
Paradoxerweise beides möglich, je nach Hauttyp und Anwendung. Bei intakter oder leicht trockener Haut stärkt Olivenöl die Barriere durch Squalen und Ölsäure. Bei bereits geschädigter Barriere (Ekzeme, Neurodermitis) kann der hohe Ölsäure-Anteil jedoch kontraproduktiv sein: Studien zeigen, dass Ölsäure bei kompromittierter Haut die Barriere-Permeabilität erhöht und Entzündungen verschlimmern kann. In diesem Fall sind linolsäurereiche Öle wie Traubenkernöl (70% Linolsäure) oder Distelöl besser geeignet.
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