POLYGLYCERYL-10 LAURATE
Polyglycerinester (nichtionischer Emulgator)
POLYGLYCERYL-10 LAURATE ist Wird durch Veresterung von Polyglycerin-10 (einem Polymer aus Glycerin) mit Laurinsäure hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.
Was ist POLYGLYCERYL-10 LAURATE?
Polyglyceryl-10 Laurate ist ein nichtionischer Emulgator aus der Familie der Polyglycerinester, der durch Veresterung von Polyglycerin-10 mit Laurinsäure (C12-Fettsäure aus Kokos- oder Palmkernöl) entsteht. Mit einem HLB-Wert von etwa 15-16 eignet er sich hervorragend zur Stabilisierung von Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) und wird in der Naturkosmetik geschätzt, da beide Ausgangsstoffe pflanzlichen Ursprungs sein können. Im Gegensatz zu erdölbasierten PEG-Emulgatoren gilt er als hautverträglicher und umweltfreundlicher, da Polyglycerinester biologisch besser abbaubar sind und die Hautbarriere weniger irritieren. Neben seiner emulgierenden Funktion kann er auch als Solubilisator für ätherische Öle in klaren wässrigen Formulierungen eingesetzt werden — eine Eigenschaft, die ihn für Mizellenwässer und transparente Sprays wertvoll macht. Die Polyglycerinstruktur verleiht zudem feuchtigkeitsbindende Eigenschaften, während die Laurinsäurekette für ein angenehm leichtes Hautgefühl ohne störende Klebrigkeit sorgt.
Woher kommt POLYGLYCERYL-10 LAURATE?
Wird durch Veresterung von Polyglycerin-10 (einem Polymer aus Glycerin) mit Laurinsäure hergestellt. Die Laurinsäure stammt typischerweise aus Kokos- oder Palmkernöl, während das Polyglycerin synthetisch durch Kondensation von pflanzlichem Glycerin gewonnen wird. Dieser Herstellungsprozess ermöglicht die Kontrolle über die HLB-Werte und Emulgiereigenschaften. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.
Wie wirkt POLYGLYCERYL-10 LAURATE auf zellulaerer Ebene?
Funktioniert als nichtionischer Emulgator mit hohem HLB-Wert (ca. 15-16), wodurch er bevorzugt Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) stabilisiert. Die verzweigte Polyglycerinstruktur (10 Glycerineinheiten) bildet den hydrophilen Kopf, während die Laurinsäurekette (C12) den lipophilen Schwanz darstellt. Diese Amphiphilie ermöglicht es dem Molekül, sich an der Grenzfläche zwischen Wasser und Öl anzuordnen und durch sterische Stabilisierung die Tröpfchenkoaleszenz zu verhindern. Zusätzlich wirkt er als Solubilisator für ätherische Öle und hydrophobe Wirkstoffe in wässrigen Formulierungen.
So wirkt POLYGLYCERYL-10 LAURATE auf deine Haut
Emulsionsstabilisierung
Bildet durch seine amphiphile Struktur einen Schutzfilm um Öltröpfchen in wässrigen Phasen und verhindert deren Zusammenfließen (Koaleszenz). Der hohe HLB-Wert von 15-16 prädestiniert ihn für stabile Öl-in-Wasser-Systeme, die auch bei Temperaturschwankungen formstabil bleiben. Die verzweigte Polyglycerinstruktur sorgt für starke sterische Abstoßung zwischen den Emulsionströpfchen.
Solubilisierung hydrophober Stoffe
Ermöglicht die Einarbeitung von ätherischen Ölen, Parfümölen und lipophilen Wirkstoffen in klare, wässrige Lösungen ohne Trübung. Dies geschieht durch Bildung von Mizellen, in deren hydrophobem Kern die öligen Komponenten eingekapselt werden. Besonders effektiv bei einem Verhältnis von 1:2 bis 1:5 (Öl:Emulgator).
Hautbarrierefreundlich
Im Gegensatz zu ionischen Tensiden (Sulfate, Sulfonate) entfettet dieser nichtionische Emulgator die Haut deutlich weniger, da er keine elektrostatischen Wechselwirkungen mit Hautproteinen eingeht. Die Polyglycerinstruktur imitiert strukturell natürliche Hautlipide und wird daher besser toleriert.
Verbessertes Auftragsgefühl
Verleiht Formulierungen ein seidiges, nicht fettendes Hautgefühl ohne störende Klebrigkeit. Die relativ kurze Laurinsäurekette (C12) ermöglicht schnelles Einziehen, während die Polyglycerinkomponente einen leichten Feuchtigkeitsfilm hinterlässt. Dies reduziert das typische 'Wachsgefühl' längerkettiger Emulgatoren.
Milde Reinigungswirkung
Besitzt durch seine Tensidstruktur eine sanfte reinigungsaktive Komponente, die in milden Waschformulierungen genutzt werden kann. Die Laurinsäurekette (C12) zeigt moderate Lipidlöslichkeit, während die Polyglycerinstruktur verhindert, dass die Reinigung zu aggressiv ausfällt — ideal für milde Mizellenwässer und Baby-Pflegeprodukte.
Dosierung & Regulierung
Fuer wen ist POLYGLYCERYL-10 LAURATE geeignet?
Nichtionische Emulgatoren wie Polyglyceryl-10 Laurate gelten als besonders hautverträglich, da sie die Hautbarriere weniger irritieren als ionische Tenside.
Polyglycerinester besitzen selbst feuchtigkeitsbindende Eigenschaften durch die Glycerineinheiten und unterstützen die Formulierung reichhaltiger O/W-Emulsionen.
Ermöglicht die Herstellung leichter, nicht fettender O/W-Emulsionen, die sich schnell einziehen und die T-Zone nicht beschweren.
Stabilisiert ausgewogene Formulierungen mit angenehmem Hautgefühl ohne Rückstände oder Klebrigkeit.
POLYGLYCERYL-10 LAURATE in deiner Routine
In Emulsionen
Bei selbstgemachter Kosmetik: 1-3% in die heiße Wasserphase (ca. 70-75°C) einrühren, mit der heißen Ölphase kombinieren und unter Rühren abkühlen lassen. Für stabilere Systeme mit einem Co-Emulgator (z.B. Cetearyl Alcohol) kombinieren.
Als Solubilisator
Für klare Sprays oder Toner: Zuerst den Emulgator mit ätherischen Ölen/Parfümölen verrühren (Verhältnis 2:1 bis 5:1 Emulgator:Öl), dann langsam das Wasser zugeben. Bei Raumtemperatur verarbeiten.
In Reinigungsprodukten
0.5-2% in Mizellenwässern oder milden Gesichtsreinigern. Mit Wasser verdünnen und vorsichtig schwenken (nicht stark schütteln, um Schaumbildung zu minimieren). Keine Hitze erforderlich.
Lagerung der Formulierung
Produkte mit Polyglyceryl-10 Laurate kühl (15-25°C) und lichtgeschützt lagern. Durch die Polyglycerinstruktur sind die Formulierungen relativ oxidationsstabil, sollten aber dennoch vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
RAU Cosmetics Produkte mit POLYGLYCERYL-10 LAURATE
Haeufige Fragen zu POLYGLYCERYL-10 LAURATE
Warum wird Polyglyceryl-10 Laurate oft als 'natürlicher' Emulgator beworben?
Obwohl die Veresterungsreaktion ein chemischer Prozess ist, stammen beide Ausgangsstoffe typischerweise aus pflanzlichen Quellen: Glycerin (aus Pflanzenölen) und Laurinsäure (aus Kokos- oder Palmkernöl). Im Gegensatz zu PEG-basierten Emulgatoren (Polyethylenglykol), die aus Erdöl gewonnen werden, gilt die Polyglycerin-Plattform als 'grünere' Alternative. Viele Naturkosmetik-Zertifizierer (COSMOS, NaTrue) akzeptieren Polyglycerinester, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und biologisch besser abbaubar sind als PEGs. Dennoch bleibt es ein synthetisch modifizierter Stoff — 'natürlich' im strengen Sinne ist er nicht.
Kann ich Polyglyceryl-10 Laurate mit anderen Emulgatoren kombinieren?
Ja, sogar empfohlen! Als nichtionischer Emulgator ist er kompatibel mit allen anderen nichtionischen, kationischen und anionischen Emulgatoren. Häufige Kombinationen: Mit Cetearyl Alcohol (Co-Emulgator) für reichhaltigere Cremes, mit Lecithin für Lamelarstruktur-Emulsionen, oder mit anderen Polyglycerinester-Varianten (z.B. Polyglyceryl-4 Caprate) für maßgeschneiderte HLB-Werte. Durch Mischung verschiedener Polyglycerinester kannst du den HLB-Wert und damit die Emulsionseigenschaften feinabstimmen.
Was bedeutet die '10' in Polyglyceryl-10 Laurate?
Die Zahl 10 gibt den durchschnittlichen Polymerisationsgrad an — das Molekül besteht aus durchschnittlich 10 verknüpften Glycerineinheiten. Je höher diese Zahl, desto größer der hydrophile (wasserliebende) Teil des Moleküls und desto höher der HLB-Wert. Polyglyceryl-2 Laurate hätte einen niedrigeren HLB (ca. 9-10) und würde eher W/O-Emulsionen stabilisieren, während Polyglyceryl-10 mit HLB 15-16 optimal für O/W-Systeme ist. Die Kettenlänge beeinflusst auch die Löslichkeit: Höhere Polyglycerin-Zahlen bedeuten bessere Wasserlöslichkeit.
Ist Polyglyceryl-10 Laurate hautidentisch oder biomimetisch?
Nein, aber strukturell hautfreundlicher als viele synthetische Alternativen. Die Haut selbst produziert keine Polyglycerinester. Allerdings ähnelt die verzweigte Polyglycerinstruktur den natürlichen Glycerophospholipiden der Hautbarriere mehr als lineare PEG-Ketten. Diese strukturelle Ähnlichkeit erklärt die gute Hautverträglichkeit: Das Molekül 'passt' besser in die Lipidlamellen der Hornschicht, ohne diese so stark zu destabilisieren wie aggressive Tenside. Zusätzlich spaltet sich bei Hautkontakt manchmal freies Glycerin ab, das die Haut als körpereigenen Feuchthaltefaktor (NMF) kennt.
Warum wird ausgerechnet Laurinsäure (C12) verwendet und nicht längere Fettsäuren?
Laurinsäure (12 Kohlenstoffatome) ist ein Kompromiss zwischen Emulgierwirkung und Hautgefühl. Längere Fettsäuren (z.B. Stearinsäure C18) würden festere, wachsigere Emulgatoren ergeben, die schwerer einziehen und ein fettiges Hautgefühl hinterlassen. Kürzere Ketten (z.B. Caprylsäure C8) würden zwar leichtere Texturen ermöglichen, aber schwächere Emulsionen bilden. Laurinsäure bietet genug Lipophilie für stabile Emulsionen, bleibt aber leicht genug für ein angenehmes, nicht fettendes Finish. Zudem ist Laurinsäure die Hauptfettsäure in Kokosöl (ca. 45-50%) und damit kostengünstig verfügbar.
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