Vitamin C Derivat

MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE
Wasserlösliches Vitamin-C-Derivat (Magnesiumsalz der Ascorbyl-2-Phosphorsäure)

MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE ist Wird durch chemische Veresterung von L-Ascorbinsäure (Vitamin C) mit Phosphorsäure und anschließende Salzbildung mit Magnesium synthetisiert. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.

INCI: Magnesium Ascorbyl Phosphate  |  CAS: 113170-55-1  |  Auch bekannt als: MAP, Magnesium Ascorbyl Phosphate, Ascorbyl-2-Phosphate Magnesium Salt, L-Ascorbic Acid 2-Phosphate Magnesium Salt, Magnesium L-Ascorbyl-2-Phosphate, Stay-C 50
Stoffklasse Wasserlösliches Vitamin-C-Derivat (Magnesiumsalz der Ascorbyl-2-Phosphorsäure)
INCI-Name Magnesium Ascorbyl Phosphate
CAS-Nummer 113170-55-1
Qualitaet EU-Kosmetikverordnung konform

Was ist MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE?

Magnesium Ascorbyl Phosphate (MAP) ist ein wasserlösliches Vitamin-C-Derivat, das durch chemische Veresterung von L-Ascorbinsäure mit Phosphorsäure und Salzbildung mit Magnesium entsteht. Es gilt als eines der stabilsten und hautverträglichsten Vitamin-C-Derivate in der Dermatokosmetik und wird daher bevorzugt in Formulierungen für empfindliche Haut eingesetzt. Im Gegensatz zu reiner Ascorbinsäure (pH 2-3) kann MAP bei neutralem pH (7-8) formuliert werden, wodurch es keine Irritationen oder Brennen verursacht. Nach Penetration in die Haut wird es enzymatisch zu biologisch aktiver Ascorbinsäure gespalten und entfaltet dort seine volle Wirkung: Tyrosinase-Hemmung (Aufhellung), Kollagensynthese-Stimulation (Anti-Aging) und antioxidativer Schutz. Klinische Studien belegen signifikante Verbesserungen bei Hyperpigmentierung, Falten und UV-Schäden nach 8-12 Wochen regelmäßiger Anwendung.

Wusstest du? MAP ist eines der wenigen Vitamin-C-Derivate, das auch antimikrobielle Eigenschaften gegen Propionibacterium acnes besitzt – das Bakterium, das Akne verursacht. Studien zeigen, dass 10% MAP die bakterielle Aktivität ähnlich effektiv reduziert wie 5% Benzoylperoxid, aber ohne die austrocknende und irritierende Wirkung.

Woher kommt MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE?

Wird durch chemische Veresterung von L-Ascorbinsäure (Vitamin C) mit Phosphorsäure und anschließende Salzbildung mit Magnesium synthetisiert. Diese Modifikation macht das Molekül wasserlöslich und deutlich stabiler als reines Vitamin C (Ascorbinsäure). In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.

Wie wirkt MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE auf zellulaerer Ebene?

Das Molekül wird in der Haut enzymatisch zu freier Ascorbinsäure gespalten. Diese hemmt das Enzym Tyrosinase, welches die Melaninsynthese katalysiert, und reduziert dadurch Hyperpigmentierung. Gleichzeitig dient Ascorbinsäure als Cofaktor für die Enzyme Prolyl- und Lysylhydroxylase, die für die Kollagenbiosynthese essentiell sind. Als Elektronendonator neutralisiert es freie Radikale und schützt vor oxidativem Stress durch UV-Strahlung und Umwelteinflüsse.

So wirkt MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE auf deine Haut

Aufhellung & Pigmentreduktion

Magnesium Ascorbyl Phosphate hemmt das Schlüsselenzym Tyrosinase, welches die Umwandlung von Tyrosin zu Melanin katalysiert. Studien zeigen eine signifikante Reduktion von Melasma und Altersflecken nach 12 Wochen regelmäßiger Anwendung (5-10% Konzentration). Im Gegensatz zu reiner Ascorbinsäure wirkt MAP auch bei neutralem pH-Wert aufhellend.

Kollagen-Booster

Wirkt als essentieller Cofaktor für die Enzyme Prolyl-4-Hydroxylase und Lysylhydroxylase, die Prolin und Lysin in der Kollagensynthese hydroxylieren. Ohne diese Hydroxylierung kann kein stabiles Kollagen gebildet werden. Klinische Studien belegen eine messbare Verbesserung der Hautelastizität und Faltientiefe nach 8-12 Wochen.

Antioxidativer Radikalfänger

Neutralisiert reaktive Sauerstoffspezies (ROS) durch Elektronenabgabe und schützt Lipide, Proteine und DNA vor oxidativer Schädigung. Besonders wirksam gegen UV-induzierte freie Radikale. Regeneriert zudem oxidiertes Vitamin E (Tocopherol) und verstärkt dadurch den antioxidativen Schutz in Lipidmembranen.

Entzündungshemmung

Reduziert die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen (IL-1, IL-6, TNF-α) und hemmt den NF-κB-Signalweg, einen zentralen Schalter für Entzündungsreaktionen. Studien zeigen eine Verbesserung bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne und Rosacea durch Reduktion von Rötungen und postinflammatorischen Pigmentierungen.

Photoprotektiver Synergist

Verstärkt die Wirkung von UV-Filtern durch Neutralisation von ROS, die trotz Sonnenschutz entstehen. In Kombination mit Vitamin E und Ferulasäure entsteht ein synergistischer Effekt, der den Lichtschutz um das bis zu 8-fache erhöht. Reduziert UV-bedingte DNA-Schäden und verhindert vorzeitige Hautalterung.

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: 3-10% in Seren und Cremes (optimal 5-10% für sichtbare Anti-Aging-Effekte), 1-3% in leichteren Formulierungen
EU-Regulierung: Keine spezifische Einschränkung gemäß EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009

Fuer wen ist MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE geeignet?

Empfindliche Haut

Deutlich sanfter als reine Ascorbinsäure (pH-Wert 7-8 statt 2-3), verursacht kein Brennen oder Irritationen und ist daher auch für Rosacea-Haut geeignet.

Hyperpigmentierte Haut

Hemmt die Tyrosinase-Aktivität bereits in niedrigen Konzentrationen und reduziert dadurch Pigmentflecken, Melasma und postinflammatorische Hyperpigmentierung nachweislich.

Reife Haut

Stimuliert die Kollagensynthese auf zellulärer Ebene und verbessert die Hautelastizität, wodurch feine Linien und Falten gemildert werden.

Ölige/Unreine Haut

Die wasserlösliche Formulierung verstopft keine Poren und wirkt durch die antioxidative Wirkung entzündungshemmend bei Akne und reduziert postinflammatorische Rötungen.

MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE in deiner Routine

Morgens nach der Reinigung

2-3 Tropfen MAP-Serum (5-10%) auf die gereinigte, leicht feuchte Haut auftragen. Die Feuchtigkeit verbessert die Penetration des wasserlöslichen Moleküls.

Vor dem Sonnenschutz

MAP 2-3 Minuten einziehen lassen, bevor du Sonnenschutz aufträgst. Die antioxidative Wirkung verstärkt den UV-Schutz signifikant und sollte daher IMMER vor LSF angewendet werden.

Kombination mit anderen Wirkstoffen

Ideal kombinierbar mit Niacinamid, Hyaluronsäure, Peptiden und Vitamin E. Im Gegensatz zu reiner Ascorbinsäure auch mit Retinol und AHAs/BHAs mischbar, da MAP bei neutralem pH stabil bleibt.

Regelmäßigkeit für Langzeiteffekte

Mindestens 2x täglich über 8-12 Wochen anwenden, um sichtbare Ergebnisse bei Pigmentierung und Kollagenbildung zu erzielen. MAP wirkt langsamer als reine Ascorbinsäure, ist dafür aber deutlich verträglicher.

Lagerung: Bei Raumtemperatur und neutralem pH über 12-18 Monate stabil, wenn vor Licht und Luft geschützt (dunkle Glasflasche oder Airless-Spender empfohlen). Keine Kühlung erforderlich. Oxidation erkennbar an Braunfärbung – dann nicht mehr verwenden. Deutlich stabiler als reine Ascorbinsäure oder Ascorbyl Glucoside.

RAU Cosmetics Produkte mit MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE

Haeufige Fragen zu MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE

Warum ist Magnesium Ascorbyl Phosphate stabiler als reines Vitamin C?

Reine Ascorbinsäure (Vitamin C) ist extrem oxidationsanfällig und instabil in wässrigen Lösungen, besonders bei pH-Werten über 3.5. MAP ist durch die Phosphatgruppe und das Magnesiumsalz geschützt – die biologisch aktive Ascorbinsäure wird erst in der Haut enzymatisch freigesetzt. Dadurch bleibt das Produkt in der Flasche stabil (kein Braunfärben durch Oxidation) und kann bei neutralem pH formuliert werden, was die Hautverträglichkeit massiv erhöht. Studien zeigen, dass MAP-Formulierungen über 12 Monate stabil bleiben, während reine Ascorbinsäure oft schon nach Wochen oxidiert.

Wie unterscheidet sich MAP von anderen Vitamin-C-Derivaten wie SAP oder Ethyl Ascorbic Acid?

SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) ist ebenfalls ein Phosphat-Derivat, aber mit Natrium statt Magnesium. MAP dringt tiefer in die Haut ein und ist potenter in der Kollagensynthese. Ethyl Ascorbic Acid ist lipophiler (öllöslich) und penetriert schneller, kann aber bei empfindlicher Haut eher irritieren. Ascorbyl Glucoside ist am sanftesten, aber auch am schwächsten in der Wirkung. MAP gilt als optimaler Kompromiss: hohe Stabilität, gute Penetration, nachgewiesene Wirksamkeit und exzellente Verträglichkeit auch für sensible Haut.

Kann ich MAP mit Niacinamid kombinieren, oder gibt es Interaktionen?

Ja, MAP und Niacinamid (Vitamin B3) können problemlos kombiniert werden – im Gegensatz zur alten Annahme, dass Vitamin C und Niacinamid nicht mischbar seien. Diese Warnung galt nur für reine Ascorbinsäure bei niedrigem pH, wo theoretisch Niacin entstehen könnte (verursacht Flush). MAP hat einen neutralen pH (7-8) und reagiert nicht mit Niacinamid. Die Kombination ist sogar synergistisch: Beide wirken aufhellend (unterschiedliche Mechanismen) und verstärken die Barrierefunktion. Viele moderne Formulierungen enthalten bewusst beide Wirkstoffe.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse bei Pigmentflecken?

Erste Aufhellungseffekte sind bei konsequenter 2x täglicher Anwendung (5-10% MAP) nach etwa 4-6 Wochen sichtbar. Für signifikante Reduktion von Melasma oder hartnäckigen Altersflecken benötigst du 8-12 Wochen, da der Hautzyklus (Zellerneuerung) etwa 28 Tage dauert und mehrere Zyklen nötig sind. MAP wirkt langsamer als verschreibungspflichtige Hydrochinon-Präparate, ist aber deutlich sicherer und ohne Rebound-Effekt. Kombination mit Sonnenschutz (LSF 50+) ist essentiell, da UV-Strahlung neue Pigmentierung auslöst.

Muss ich MAP im Kühlschrank lagern wie reine Ascorbinsäure?

Nein, das ist einer der großen Vorteile von MAP. Während reine Ascorbinsäure-Seren zwingend kühl, dunkel und luftdicht gelagert werden müssen (Kühlschrank empfohlen), ist MAP bei Raumtemperatur stabil. Vermeide dennoch direkte Sonneneinstrahlung und verschließe die Flasche gut nach Gebrauch. Wenn das Produkt eine braune Verfärbung annimmt (Zeichen von Oxidation), ist es abgelaufen – bei MAP sollte das bei korrekter Formulierung über 12-18 Monate nicht passieren. Transparente Flaschen sind ungünstig; dunkle Glas- oder Airless-Spender sind ideal.

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