Fettsaeure

Palmitinsäure
Gesaettigte Fettsaeure (C16:0)

Palmitinsäure ist Palmitinsaeure ist die haeufigste gesaettigte Fettsaeure in der Natur — sie kommt in Palmoel (40-48%), Kokosfett (8-10%), Kakaobutter (25-30%), Rindertalg (25-30%) und sogar in der menschlichen Haut (20-25% der Lipide im Sebum) vor. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.

INCI: PALMITIC ACID  |  CAS: 57-10-3  |  Auch bekannt als: Hexadecansaeure, Hexadecanoic Acid, Cetylsaeure, n-Hexadecansaeure, Acide Palmitique
Stoffklasse Gesaettigte Fettsaeure (C16:0)
INCI-Name PALMITIC ACID
CAS-Nummer 57-10-3
Komedogenitaet Grad 2 (maessig komedogen — bei hohen Konzentrationen kann es Poren verstopfen)

Was ist Palmitinsäure?

Palmitinsaeure (INCI: Palmitic Acid) ist die haeufigste gesaettigte Fettsaeure in der Natur und ein essenzieller Baustein der menschlichen Hautbarriere. Mit 16 Kohlenstoffatomen (C16:0) bildet sie zusammen mit Ceramiden und Cholesterol die lamellaere Lipidmatrix der Hornschicht, die den transepidermalen Wasserverlust verhindert. In kosmetischen Formulierungen wirkt sie als Emollient, Texturverstaerker und Ceramid-Vorlaeufer — ideal fuer trockene und reife Haut. Der Name stammt von der Oelpalme, doch Palmitinsaeure kommt in fast jedem natuerlichen Fett vor.

Wusstest du? Palmitinsaeure macht etwa 20-25% des menschlichen Sebums aus — dein Koerper produziert taeglich mehrere Gramm davon. Interessanterweise ist sie auch der Hauptbestandteil von Bienenwachs-Estern und der 'Wachsschicht' auf Aepfeln. Der franzoesische Chemiker Edmond Fremy isolierte sie 1840 aus verseiftem Palmoel und gab ihr den Namen 'acide palmitique'.

Woher kommt Palmitinsäure?

Palmitinsaeure ist die haeufigste gesaettigte Fettsaeure in der Natur — sie kommt in Palmoel (40-48%), Kokosfett (8-10%), Kakaobutter (25-30%), Rindertalg (25-30%) und sogar in der menschlichen Haut (20-25% der Lipide im Sebum) vor. Der Name leitet sich von der Oelpalme (Elaeis guineensis) ab, aus deren Fruchtfleisch sie erstmals 1840 von Edmond Fremy isoliert wurde. Der botanische Name lautet - (Familie: -). Verwendet wird: Gewonnen aus Palmoel (Elaeis guineensis), Kokosfett (Cocos nucifera), tierischen Fetten oder synthetisch. Hauptherkunftsregionen: Palmoel: Malaysia, Indonesien. Kokosfett: Philippinen, Sri Lanka. Tierische Quelle: Rindertalg (Europa, USA). Synthetisch: weltweit.. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.

Wie wirkt Palmitinsäure auf zellulaerer Ebene?

Palmitinsaeure ist ein essentieller Bestandteil der Hautbarriere. Sie bildet zusammen mit Stearinsaeure und Oelsaeure die Lipidmatrix der Hornschicht (Stratum corneum). In kosmetischen Formulierungen wirkt sie als Emollient (macht die Haut geschmeidig), Emulgator-Vorlaeuferstoff (bildet mit Alkalien Seifen/Kaliumsalze) und Texturverstaerker (erhoeht die Viskositaet von Cremes). In der Haut selbst ist Palmitinsaeure ein Baustein der Ceramide — sie wird an Sphingosin gebunden und bildet so die 'Moertelsubstanz' zwischen den Hautzellen.

So wirkt Palmitinsäure auf deine Haut

Barriere-Reparatur

Palmitinsaeure ist einer der drei Hauptbausteine der epidermalen Lipidmatrix (neben Cholesterol und Ceramiden). In der Hornschicht bildet sie zusammen mit Ceramiden die lamellaeren Doppelschichten, die den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) verhindern. Bei geschaedigter Barriere (Ekzem, Kaelte, UV) hilft topische Palmitinsaeure, diese Struktur zu reparieren.

Ceramid-Vorlaeufer

In den Keratinozyten wird Palmitinsaeure enzymatisch an Sphingosin gebunden — es entsteht Ceramid NS, das haeufigste Ceramid der Haut. Dieser Prozess (Ceramidsynthese via Ceramid-Synthase 2) ist entscheidend fuer die Integritaet der Hautbarriere.

Emollient-Wirkung

Als gesaettigte C16-Fettsaeure bildet Palmitinsaeure einen gleichmaessigen Lipidfilm auf der Hautoberflaeche. Dieser Film macht die Haut geschmeidig, reduziert Rauigkeit und schuetzt vor Feuchtigkeitsverlust — ohne sich fettig anzufuehlen (im Gegensatz zu Oelen mit C18+ Fettsaeuren).

Textur-Optimierung in Formulierungen

In Cremes und Lotionen wirkt Palmitinsaeure als Co-Emulgator und Konsistenzgeber. Sie stabilisiert Oel-in-Wasser-Emulsionen, erhoeht die Viskositaet und verleiht Produkten eine samtige, nicht-klebrige Textur. In Kombination mit Stearinsaeure bildet sie die Basis vieler klassischer Cremegrundlagen.

Fettsaeureprofil von Palmitinsäure

C16:0 (Palmitinsaeure)
100% (Reinsubstanz)

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: 1-15% in Cremes und Lotionen, 5-30% in Seifenformulierungen, 0.5-5% in Reinigungsgelen
EU-Regulierung: Keine Einschraenkungen gemaess EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Allgemein als sicher anerkannt (GRAS). Kosmetische Funktion: Emollient, Emulsionsstabilisator, Tensid (als Salz).

Fuer wen ist Palmitinsäure geeignet?

Trockene, rissige Haut

Palmitinsaeure ist ein natuerlicher Bestandteil des Sebums und ergaenzt die Hautbarriere — sie 'fuellt' Luecken in der Lipidmatrix der Hornschicht.

Reife Haut

Mit zunehmendem Alter sinkt der Palmitinsaeure-Anteil im Sebum. Topische Ergaenzung hilft, die Barrierefunktion aufrechtzuerhalten.

Normale Haut (Pflege)

Als Bestandteil reichhaltiger Cremes bietet Palmitinsaeure einen schuetzenden Lipidfilm gegen Umweltstress.

Palmitinsäure in deiner Routine

Reinigung

Gesicht mit einem milden Reiniger waschen.

Serum (optional)

Aktive Wirkstoffe wie Hyaluronsaeure oder Niacinamid auftragen.

Creme mit Palmitinsaeure

Die reichhaltige Creme gleichmaessig auftragen — Palmitinsaeure ist besonders in Night Creams und Barriere-Cremes enthalten.

Sonnenschutz (morgens)

Palmitinsaeure bietet keinen UV-Schutz — immer SPF als letzten Schritt verwenden.

Lagerung: Sehr stabil (gesaettigte Fettsaeure, keine Doppelbindungen). Schmilzt bei 63°C. Lagerstabil bei Raumtemperatur fuer 36+ Monate. In Formulierungen: Langzeitstabil, keine Ranzigkeit.

RAU Cosmetics Produkte mit Palmitinsäure

Haeufige Fragen zu Palmitinsäure

Ist Palmitinsaeure komedogen?

Palmitinsaeure hat einen Komedogenitaetsgrad von 2 (auf der Skala 0-5). In Konzentrationen unter 5% ist sie fuer die meisten Hauttypen unproblematisch. Bei akneanfaelliger Haut sollte man Produkte mit hohem Palmitinsaeure-Anteil (>10%, z.B. reine Kakaobutter) meiden und auf Formulierungen mit niedrigerer Konzentration ausweichen.

Was ist der Unterschied zwischen Palmitinsaeure und Palmoelsaeure?

Palmitinsaeure (C16:0) ist eine gesaettigte Fettsaeure mit 16 Kohlenstoffatomen. Palmitoleinsaeure (C16:1, 'Palmoelsaeure') ist die einfach ungesaettigte Variante mit einer Doppelbindung. Palmitoleinsaeure kommt v.a. in Macadamianussoel (17-25%) und Sanddornoel (25-40%) vor und hat staerkere entzuendungshemmende Eigenschaften.

Stammt Palmitinsaeure immer aus Palmoel?

Nein. Obwohl der Name von der Oelpalme kommt, ist Palmitinsaeure in praktisch allen natuerlichen Fetten enthalten: Kokosfett (8-10%), Kakaobutter (25-30%), Olivenoel (7-20%), Rindertalg (25-30%) und sogar in Muttermilch (20-25%). Kosmetisch wird sie haeufig aus Kokosfett oder synthetisch gewonnen.

Ist Palmitinsaeure nachhaltig?

Das haengt von der Quelle ab. Palmoel-basierte Palmitinsaeure ist nur nachhaltig, wenn sie RSPO-zertifiziert ist (Roundtable on Sustainable Palm Oil). Alternativen: Kokos-basierte oder synthetische Palmitinsaeure. Viele Kosmetikhersteller kennzeichnen die Herkunft inzwischen transparent.

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